Zum Abschluss ihres Freiwilligendienstes nehmen die jungen Erwachsenen an einer mehrtägigen Bildungsfahrt teil. Die Reise bietet ihnen die Möglichkeit, gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken, neue Perspektiven kennenzulernen und Erfahrungen außerhalb des Arbeitsalltags zu sammeln. Zur Auswahl standen in diesem Jahr die Städte Dresden, Bonn und Berlin.
Dresden – Barock, Kunst und Geschichte
Für die Dresdner Gruppe begann am Montag die Bildungsfahrt mit einem ersten gemeinsamen Spaziergang durch die historische Altstadt. Ziel war die Brühlsche Terrasse, die aufgrund ihres Panoramablicks über die Elbe auch als „Balkon Europas“ bezeichnet wird. Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der Stadt mit einer interaktiven Schnitzeljagd und dem Besuch der Ausstellung „Projekt DDR“. Am Mittwoch besuchten die Freiwilligen zunächst die Beratungsstelle für AIDS, im Anschluss ging es zur Gläsernen Manufaktur von Volkswagen. Der Donnerstag bot erneut die Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen: Im Deutschen Hygiene-Museum beschäftigten sich die Freiwilligen mit Themen rund um Gesundheit, Körper, Wissenschaft und Zusammenleben. „Wir hatten eine tolle Zeit und haben viel entdeckt“, berichtet eine Teilnehmerin. Auch Anika Wöllhaf, Pädagogische Begleitung der Freiwilligendienste, zieht ein positives Fazit: „Es war eine schöne Woche auf Bildungsfahrt. Die gemeinsamen Erlebnisse und der Austausch tun den jungen Menschen gut.“
Berlin – Politik, Kultur und Geschichte
40 Freiwillige entschieden sich für die geschichtsträchtige deutsche Hauptstadt. Viele nutzten am ersten Tag die Möglichkeit, sich das Naturkundemuseum anzusehen, andere erkundeten das Medizinhistorische Museum, das Jüdische Museum oder Spionagemuseum. „Es war toll, dass wir am ersten und letzten Tag ein Museum unserer Wahl aussuchen und so unseren eigenen Interessen nachgehen konnten“, lobte ein Teilnehmer. Eindrücklich in Erinnerung blieb vielen der Besuch der Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen. Als ebenso lehrreich wie erschütternd beschrieb eine junge Frau die dort gewonnenen Eindrücke. Ein perfekter Tagesabschluss war der Besuch des Improtheaters klubbekanntschaften. Die Führung durch den Deutschen Bundestag und der anschließende Besuch der Kuppel bildeten einen weiteren Höhepunkt. „Wir hatten interessante Führungen und genügend Freizeit, um uns selbst ein Bild von der Stadt machen zu können“, so ein FSJ-ler. Bevor sie erneut in ein Museum ihrer Wahl gingen, besuchten sie am nächsten Tag gemeinsam das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. Ein rundum positives Fazit zogen die jungen Erwachsenen: „Die Bildungsfahrt hat mein ohnehin schon perfektes FSJ-Jahr toll abgerundet. Ich konnte viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln, die mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden“, so eine Stimme. Einig waren sich alle Teilnehmenden: „Die Fahrt war ein schöner Abschluss für das Freiwilligenjahr.“
Bonn – Beethoven, Geschichte und KI
Der erste Tag der Bildungsfahrt begann mit der Zuganreise und einem gemeinsamen Abendessen. Dabei bekamen die Freiwilligendienstleistenden die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Am zweiten Tag der Bildungsfahrt nahmen die FSJler:innen an einem Workshop zum Thema Bundesrat im historischen Plenarsaal teil und schlüpften in die Rollen von politischen Funktionsträger:innen. Anschließend bekam die Gruppe eine Führung durch die Ausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945.“ im Haus der Geschichte. Am dritten Tag stand eine Stadtführung zum Thema „eine rheinische Stadt im Nationalsozialismus“ auf dem Programm, bei der sie mehr über die Geschichte der Stadt im dritten Reich erfuhren. Weitere Highlights der Bildungsfahrt waren ein Besuch im Beethoven Haus sowie ein Workshop zum Thema KI im Deutschen Museum. Der Schwerpunkt lag darauf, KI mit der Frage zu identifizieren: Wo spielt die KI im Alltag der FSJler:innen eine Rolle? Sie erarbeiteten eigene Schwerpunktthemen und konnten vieles selbst ausprobieren. Mittags besuchte die Gruppe schließlich noch gemeinsam die „Interactions“ – eine interaktive Kunstausstellung im Kunstmuseum Bonn.
i: Mehr zum Freiwilligendienst, den Einsatzstellen und Seminare ist > hier zu finden.
